Startseite | Fantastische Bücher | Gästebuch | Sitemap | Kontakt | Disclaimer
Sie sind hier: Startseite » Darsteller

DeForest Kelley

Jackson DeForest Kelley wurde am 20. Januar 1920 in Atlanta geboren. Seine Eltern waren Clara Casey Kelley und Ernest D. Kelley, ein Pfarrer der Baptistenkirche. Sein Onkel war ein örtlich berühmter Arzt.

Nachdem er im Kirchenchor gesungen hatte, entdeckte er, dass es ihm Spaß machte und er gut singen konnte. Dies führte zu Solos und später zu einem Auftritt beim Radiosender WSB in Atlanta. Durch diesen Auftritt gewann Kelley ein Engagement bei Lew Forbes und seinem Orchester beim Paramount Theater. Es war Kelleys erste Erfahrung als Entertainer, und es gefiel ihm.

Im Alter von 16 Jahren beendete Kelley die Highschool.
Mit 17 besuchte er einen Onkel in Longbeach, Kalifornien. Er wollte nur zwei Wochen Urlaub machen, blieb dann aber 1 Jahr.
Kelley mochte die Sonne, Surfen und die aufregende Atmosphäre von Long Beach. Er erzählte seinen Eltern, dass er dort bleiben und einen Job suchen werde. Seine Mutter ermutigte ihn, sein Vater nahm es aber nicht so gut auf. Nachdem er genug Geld mit seinem Job als Platzwart in einem örtlichen Kino verdient hatte, zog Kelley nach Long Beach, um bei seinem Onkel zu wohnen.
Zunächst war er nur Putzhilfe, dann bekam er einen Job als Fahrstuhlführer in einem Hotel.

Eines Tages als Kelley in einem Restaurant saß, fragte ihn Rohn Hawke, der Stücke am örtlichen Theater inszenierte, ob er Schauspielerfahrung habe. Hawke arbeitete mit Kelley, um seinen Georgia-Akzent abzuschwächen, denn er wollte, dass Kelley in einem seiner Stücke auftrat. Kelley sprach vor und bekam die Rolle. Während das Stück im Theater lief, sah ihn ein Talentsucher, der fand, dass Kelley eine Zukunft in der Schauspielerei hätte.
Kelley trat weiterhin abends mit der Long Beach Theater Gruppe auf, um Erfahrung zu sammeln, während er tagsüber arbeitete.
Einige Zeit später fing Kelley mit ein paar Freunden aus dem Ensemble an, Stücke zu schreiben und beim lokalen Radiosender aufzuführen. Dies brachte ihm weitere Arbeit fürs Radio ein.

Er wurde für die Rolle des jungen Killers in „This Gun for Hire“ gecastet. Man versicherte ihm nach 13 Takes, dass er die Rolle sicher habe. Am Ende ging sie an Alan Ladd. Kelley arbeitete weiter in der Theater Gruppe.

1942 trat Kelley in „The Innocent Young Man“ mit der Long Beach Theater Gruppe auf. Seine Partnerin war eine blonde, blauäugige Schönheit namens Carolyn Dowling. Zum Ende des Stücks musste Carolyn ihm einen Fünf-Dollarschein geben und sagen: „Hier, Bill, nimm das Geld und kauf dir einen Drink.“ Carolyn benutzte ihr eigenes Geld, das ihr Kelley immer am Ende zurückgab. Nach der letzten Vorstellung „vergaß“ es Kelley und rief sie aus einer Bar an. „Ich habe deine fünf Dollar. Du kommst besser runter und hilfst mir, es aus auszugeben, sonst bleibt nichts übrig.“

Ihre aufblühende Romanze wurde durch den 2. Weltkrieg unterbrochen. Kelley kam zum „Army Air Corps“ in New Mexico, wo ihn Carolyn oft besuchte. Schließlich wurde er nach Culver City versetzt, um in einem Navy-Übungsfilm mitzuspielen. Da entschieden sie sich zu heiraten. Sie fanden einen Friedensrichter, der Soldaten umsonst traute, kauften zwei indianische Ringe für 25 Cent und heirateten am 7. September 1945.

Ein Talentsucher von Paramount sah Kelley in dem Navy-Film. Er wurde für das „Young Talent“-Programm von Paramount ausgewählt und erhielt einen Vertrag.
In seinem ersten Film „Fear in the Night“ spielte Kelley einen gequälten Musiker.
Obwohl es eine Billigproduktion war, wurde das Publikum auf den Film aufmerksam und er wurde ein sogenannter „Schläfer“ an den Kinokassen, ein echter Hit. Damit war Kelley als respektabler Schauspieler etabliert. Kurz danach drehte er „Variety Girl“.
Unglücklicherweise wurden viele der „Young Talent“-Verträge von Paramount frühzeitig beendet. Kelleys beginnende Filmkarriere kam dadurch ins Stocken.

Das Ehepaar Kelley entschied sich, ihr Glück auf den Bühnen in New York zu suchen. Während Kelley Arbeit suchte, fand Carolyn einen Job im Hauptbüro von Warner Brothers. Kelley fand Arbeit beim Theater und in Live-Sendungen. Nach drei Jahren kehrten sie jedoch nach Hollywood zurück. 1953 bekam Kelley eine Rolle in der Serie „You Are There“. Dem folgten Rollen in weiteren Episoden. Seine großartige Darstellung von „Ike Clanton“ in der Episode „The Gunfight at the O.K. Corral“ (1955) brachte ihm drei Filmangebote ein.

Neun Jahre lang spielte Kelley Rollen wie die des „Ike Clanton“. Er fand die Rollen interessant und herausfordernd. Er brachte es dadurch zu einer beachtlich langen Liste von TV- und Film-Rollen. Aus Angst, dass er nur noch für diese Art Charakter gecastet werden würde, drehte er „Where Love Has Gone“ (1964) und einen Pilotfilm namens „333 Montgomery“ (1959), der von einem ehemaligen Polizisten namens Gene Roddenberry geschrieben wurde. Der Pilotfilm kam aber nicht an.
Einige Jahre später war Kelley wieder bei einem Pilotfilm von Roddenberry namens „Police Story“ dabei. Auch dieser Film war kein Erfolg. Aber er hatte den Kontakt zu Roddenberry hergestellt und beibehalten. 1966 erhielt er durch Roddenberry seine berühmteste Rolle als „Dr. Leonard „Pille“ (im englischen Bones) McCoy“ in der Serie „Star Trek“.
Seine berühmtesten Zitate sind „Er ist tot, Jim!“ und „Ich bin Arzt, kein ...“.

Ursprünglich wurde Kelley die Möglichkeit gegeben die Rolle des „Mr. Spock“ zu spielen.
„Ich wäre nicht mal in die Nähe von Leonard Nimoy gekommen. Er ist wunderbar“, so Kelley auf die Frage, wieso er sich entschied, die Rolle des „Dr. McCoy“ zu übernehmen.
Kelley ist einer von nur 32 Schauspielern, die sowohl in der original „Star Trek“-Serie als auch in einer der Folgeserien aufgetreten sind.

Nach dem Ende von „Star Trek“ nahm sich Kelley eine verdiente Auszeit. Er machte ein paar Filme und Fernsehproduktionen, im großen und ganzen hatte er sich aber von der Schauspielerei zurückgezogen.
„Die Schauspielerei ist mein Hobby geworden und mein Zuhause wurde mein Herz“, wurde Kelley einmal zitiert.
Er malte und schrieb Gedichte. Kelley schrieb das Gedicht „The Big Bird’s Dream“ und die Fortsetzung „The Dream Goes On“.
Am 18. Dezember 1991 erhielt DeForest Kelley einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Kurz vor seinem Tode gewann Kelley den „Golden Cowboy Boot“-Award. Damit wurde seine frühere Arbeit in Westernfilmen geehrt.
DeForest Kelley starb am 11. Juni 1999 aufgrund von Magenkrebs. Er wurde eingeäschert und seine Asche über dem Pazifik verstreut. Seine Frau Carolyn folgte ihm am 12. Oktober 2004.