Romulaner
Romulus, den die Romulaner selbst chRihan nennen, bildet zusammen mit dem Planeten Remus ein Doppelplanetensystem. Er ist die Hauptwelt des romulanischen Sternenimperiums. Nur wenige Nichtromulaner haben den Planeten bisher betreten. Sie beschrieben ihn aber als eine Welt von schrecklicher Schönheit. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehören die Feuerfälle von Gal Gath'thong, das Tal von Chula und das Apnexmeer. Viele Strassen in den Städten sind schmal und dunkel.
Über den zweiten bewohnten Planeten Remus sind keine Daten bekannt. Wahrscheinlich war noch nie ein Föderationsmitglied dort. Er wird von den Romulanern chHavran genannt. Die Romulaner selbst bezeichnen sich in ihrer Sprache als Rihannsu. Die Romulaner stammen von den Vulkaniern ab und ähneln ihnen daher auch sehr. Im Laufe der verschiedenen Evolutionen der beiden Völker entwickelten sich die Romulaner aber äußerlich etwas anders, erkennbar an den markanten Wölbungen auf der Stirn.
Romulaner sind äußerst fremdenfeindlich und geradezu paranoisch auf Sicherheit und Geheimhaltung bedacht. Sie sind ein sehr emotionales Volk mit fast an Arroganz grenzendem Selbstbewusstsein. Durch ihre dramatischen und oft spontanen Wechsel von tiefer Zärtlichkeit zu totaler Brutalität sind sie ein Musterbeispiel an Kontrasten. Bei den Bewohnern des Reiches erfreut sich das blaue romulanische Ale großer Beliebtheit. Es führt schnell zum Rausch und ist in der Föderation verboten.
Das Sternenimperium wird regiert vom Praetor und dem imperialen Senat. Bei einem Volk, dass so sehr seine Geheimnisse hütet muss es geradezu einen Spionage- und Geheimdienst geben. Der gefürchtete Tal Shiar arbeitet äußerst effizient, rücksichtslos und ist vom Militär absolut unabhängig.
Der Erstkontakt mit den Menschen ist beispielhaft für das romulanische Denken:
Im Jahr 2155 entdeckte ein terranisches Schiff ein bewohntes Doppelplanetensystem. Die Besatzung des Schiffs gab den Planeten die Namen Romulus und Remus. Ohne die Planeten näher zu untersuchen kehrte das Schiff zur Erde zurück um seine Entdeckung zu melden. Das Auftauchen des Schiffs löste im romulanischen Reich eine Panik aus, glaubte man doch, es handle sich um Invasoren. Diese Reaktion ist vermutlich auf frühere Erfahrungen zurückzuführen. Panikartig bauten die Romulaner eine Flotte von Kampfschiffen, die aber noch nicht Warpfähig waren. Als 2156 ein weiteres Schiff von der Erde in das System eintrat, traf es unerwartet auf eine Streitmacht beachtlicher Grösse. Nach einem Notruf wurde das terranische Schiff vernichtet und es begann ein fast 5 Jahre andauernder Krieg der mit primitiven Atomwaffen geführt wurde. Die Romulaner unterlagen schließlich 2160 in der Schlacht von Cheron, was zur Schaffung der neutralen Zone und 2161 zur Gründung der Föderation führte.
Um das Jahr 2268 ging das Reich eine kurze Allianz mit den Klingonen ein, die zu einem intensiven Technologieaustausch führte. Die Klingonen erhielten z.B. die romulanische Tarntechnologie, während die Romulaner kampfstarke klingonische Raumschiffe einsetzten und die Warptechnologie erhielten. Nach verschiedenen militärischen Konflikten und dem Tomed-Zwischenfall von 2311 zogen sich die Romulaner bis 2364 in die Isolation zurück.
Im 24. Jahrhundert bildet sich auf Romulus eine Untergrundbewegung, die das Bestreben hat, eine Wiedervereinigung mit dem vulkanischen Volk herbeizuführen. Im Jahr 2368 scheinen Mitglieder der romulanischen Regierung diese Bewegung unterstützen zu wollen, was zu geheimen Gesprächen mit Botschafter Spock führt. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um einen Plan, der die Eroberung Vulkans vorsieht. Vereitelt wird dieser Plan schließlich von Botschafter Spock, Captain Picard und Commander Data.
